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Interview: Sven Gless von BANRAP Photographers

Im BLICKFANG-Jahrbuch 2013/2014 haben wir dem Kölner Sven Gless von der Fotografenrepräsentanz BANRAP einige Fragen gestellt. Das komplette Interview zeigen wir euch nun auch hier.

Sven Gless wurde 1974 in Köln geboren. Nachdem er 2003 sein Studium zum Kommunikationswirt an der WAK abgeschlossen hat, wurde ihm schnell klar, dass er etwas Eigenes auf die Beine stellen wollte. Er arbeitete zunächst an mehreren größeren Fotoproduktionen mit und knüpfte so schnell seine ersten engeren Kontakte zu verschiedenen Fotografen. Das Fieber und die Begeisterung für die Fotografie hatten ihn endgültig gepackt.

Mit viel Herzblut und Ausdauer baute er sein Netzwerk aus Fotografen, Kreativen und letztendlich den großen Agenturen stetig weiter aus und gründete 2007 die Fotografenrepräsentanz BANRAP Photographers GmbH. Seitdem hat sich BANRAP einen Namen in der großen weiten Werbewelt gemacht und betreut heute nationale und internationale Fotoproduktionen.

Sven, aktuell vertrittst Du mit BANRAP 9 Fotografen/-innen. Nach welchen Kriterien und wie erfolgt bei euch eigentlich die Auswahl?
Nicht wir suchen die Fotografen aus, sondern die Fotografen uns. Wir betreiben tatsächlich keine aktive Suche.

Wie darf man sich einen typischen Arbeitstag von Dir vorstellen?
06:30 Uhr: Aufstehen
08:30 Uhr: Espresso beim Italiener
09:00 Uhr: Helm auf, ab an die Front!
13:00 Uhr: Lunch
18:30 Uhr: Helm wieder runter!

… und dazwischen – ein jeden Tag aufs Neue unkalkulierbarer und spannender Ablauf. Das ist das Schöne an unserer Arbeit, „typisch“ gibt es nicht!




Welcher Teil Deiner Arbeit gefällt Dir am besten?
Unsere Kunden bei jeder Produktion individuell begleiten zu können und somit eine Harmonie zwischen Kunde, Fotograf und letztendlich dem anstehenden Projekt zu schaffen. Schließlich haben wir alle ein gemeinsames Ziel – tolle Fotos, die etwas bewegen!

Gibt es Trends und Entwicklungen, die Du aktuell in der Bildsprache siehst?
Es lassen sich viele Dinge aufzählen, die Teil eines Trends aktueller Bildsprache sein könnten. Und ich sage bewusst „sein könnten“, denn unsere Branche ist so schnelllebig und wandelbar, dass diese Dinge morgen vielleicht schon nicht mehr zum Trend dazu gehören. Ich finde aber schon, dass es eine Entwicklung hin zum Menschen gibt. Der Mensch und das Leben als solches rücken immer stärker in den Vordergrund.

Was zeichnet Deiner Meinung nach einen wirklich guten Fotografen aus?
Was ist ein guter Fotograf? Am Ende des Tages jemand, der mit dem Werk das er geschaffen hat leben kann. Gute Fotografen sollten in Bewegung sein und bleiben. Man muss selber aktiv sein, die eigene Fotografie als Passion ansehen. Man darf nicht nur darauf warten Jobs zu bekommen. Wenn ein Fotograf nicht selber weiß was er will und kann, wird auch nichts bei dem Betrachter seiner Bilder und am Ende auch nichts bei den Kreativen der Agenturen ankommen.

Hast Du Tipps für junge Fotografen-Talente?
Sie sollten immer offen für neue Wege und Inspirationen sein und fest an sich selber glauben.



Was macht für Dich ein herausragendes Foto aus?
Was ein herausragendes Foto ausmacht ist eine sehr subjektive Frage. Für mich persönlich bedeutet es, dass ein Foto Emotionen in mir auslöst, wie auch immer diese Emotionen aussehen mögen. Es ist schwierig das in Worte zu fassen – ich sehe es und weiß es einfach.

Deine Basis befindet sich in Köln. Weshalb und was schätzt Du an der Stadt sowohl beruflich als auch privat?
Beruflich: Ich schätze es sehr, dass es im Rheinland so viele talentierte Fotografen gibt. Unsere Agentur selber liegt mitten im Belgischen Viertel in Köln – ein Viertel, in dem sich viele kreative Menschen und Agenturen bewegen. Das schafft eine tolle Atmosphäre und inspiriert mich. Außerdem haben wir von Köln aus eine sehr gute Anbindung an weitere kreative „Hauptstädte“ wie Düsseldorf oder Frankfurt. So können wir auch einen persönlichen Kontakt zu den großen Agenturen halten.

Privat: Zitat Fritz Weber: „Ich ben e’ne Kölsche Jung, wat willste maache?“. Damit ist eigentlich alles gesagt, es ist meine Heimat!

Wie und wo siehst Du BANRAP in ein paar Jahren?
Ich kann nicht in die Zukunft schauen, aber ich wünsche mir, dass es sich so weiter entwickelt, wie es das auch bisher getan hat. Es ist einfach erfüllend mit so vielen tollen Menschen zusammen zu arbeiten und einen Teil ihres Weges begleiten zu können.

Vielen Dank für das Gespräch.

 
Links:
   www.banrap.com
   www.facebook.com/banrap.photographers
 

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